Winterkartoffelknödel

Ich habe letztes Jahr „Dampfnudelblues“ im Kino gesehen. Den Film fand ich ganz unterhaltsam. Damals hab ich gedacht: Wenn du mal wieder nicht weißt, was du lesen sollst – lies doch einfach die Geschichten vom Eberhofer Franz. Jetzt war es so weit: Ich wusste erst nicht, was ich lesen sollte, und dann fiel mir meine Idee vom letzten Jahr ein.

Winterkartoffelknödel ist der erste Band der Provinzkrimi-Reihe um Kommissar Eberhofer. Der wurde in sein Heimatdorf Niederkaltenkirchen strafversetzt und schiebt nun dort eine ruhige Kugel. Denkt man! Tatsächlich ist immer was los: Auf ein Bierchen zum Wolfi, auf eine Leberkässemmel zum Simmerl, die stocktaube Oma von Sonderangebot zu Sonderangebot karren, die tägliche Runde mit dem Ludwig drehen und die Zehen vom Vater suchen, dem Hobby-Demonstranten und größten Beatles Fan der Welt.

Und dann taucht da auch noch der Mercedes mit der Mütze auf und sorgt richtig für Aufruhr. Nebenbei gibt es einen Vierfachmord, dessen Aufklärung der Eberhofer Franz teilweise seinen Romantikurlaub mit dem Exkollegen Rudi opfert. Und überhaupt ist da ziemlich viel los in diesem Niederkaltenkirchen. Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert und freue mich schon auf den nächsten Fall. Den habe ich zwar als Film im Kino gesehen, aber der Schreibstil von Rita Falk ist so erfrischend – da wird der Fall fast zur Nebensache. Davon wird in der Verfilmung eh einiges verlorengegangen sein.

Mein Fazit: Leichte Kost für zwischendurch, charmant witzig und darum lesenswert. I like.