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Das finstere Tal

„Alpenroman, Krimi und Western: Ein kühner Genremix, aber absolut gelungen.“ Das verspricht Christine Westermann auf der Rückseite von „Das finstere Tal“. Sie hat absolut Recht. Ich habe das Buch mehrfach in der Hand gehabt, bevor ich schließlich zugeschlagen und es gekauft habe. Und ich war gleich völlig gefesselt. Sowohl von der beeindruckenden Sprache als auch von der Geschichte und von den Personen, die Thomas Willmann erschafft.

Greider, ein Fremder, kommt mit seinem Maultier in ein Dorf. Er will den Winter dort verbringen und malen. Die Einwohner sind abweisend und misstrauisch. Greider darf erst bleiben, als er beweist, dass er zahlungskräftig ist. Richtig willkommen ist er aber weiterhin nicht. Der Winter bricht herein und der erste Schnee schließt das gesamte Tal von der Außenwelt ab. Die Dorfbewohner und der Fremde Gast sind gefangen. Und dann gibt es plötzlich zwei Tote.

Es ist nicht gleich klar, was Greider in ausgerechnet diesem Dorf will. Es ist deutlich zu spüren, dass er nicht zufällig dort gestrandet ist. Er hat einen Plan. Willmann erzählt sehr langsam. Und so wird auch erst nach und nach klar, um was es im finsteren Tal eigentlich geht. Der Stern schreibt von einem „Showdown ohne Gnade“. Und auch das kann ich nur unterstreichen. Ich habe beim Lesen gedacht, dass das prima Stoff für einen Film ist. Und erst später entdeckt, dass schon jemand anders diesen Gedanken hatte: „Das finstere Tal“ ist bereits verfilmt worden. Leider nicht von Tarantino. Fazit: absolut lesenswert.