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Grablichter

Ich hatte „Blaues Gift“ kaum zugeklappt, da habe ich schon „Grablichter“ in der Hand gehalten. Auch der vierte Fall für Pia Korittki erhält meine Empfehlung: Lesenswert. Alles beginnt mit dem heimtückischen Mord an einer Journalistin. Oder mit einer Leiche ohne Kopf, die zufällig bei Probebohrungen gefunden wurde – und vermutlich schon 25 Jahre in ihrem Grab lag. Und so weiter und so weiter. Die Handlung von Krimis wiedergeben ist bekanntermaßen nicht mein Ding. Ich widme mich lieber dem nächsten Fall von Frau Korittki. Vorher aber verbringe ich ein wenig Zeit mit Rebekka Holm. Die will ich nicht vernachlässigen.

Blaues Gift

„Blaues Gift“ ist der dritte Fall für Pia Korittki. Sie ermittelt in einem Giftmord. Parallel dazu verschwindet ihre Schwägerin und lässt Pias Bruder und ihre Nichte zurück. Der Fall ist gut konstruiert. Ebenso die Überleitung zu Pias Privatleben und einem wohlgehüteten Familiengeheimnis, dem die Ermittlerin im Laufe der Handlung auf die Spur kommt.

Ich habe schon „Grablichter“ auf dem Nachttisch liegen, darum will ich gar nicht mehr schreiben. Wie schon bei „Kalter Grund“ und „Engelsgrube“ lautet mein Urteil für diesen Krimi: Lesenswert.

Engelsgrube

Ich habe es nach der Lektüre von „Kalter Grund“ angekündigt: Ich will mehr Zeit mit Frau Korittki verbringen. Das habe ich gleich getan. „Engelsgrube“ ist der zweite Fall der Kommissarin aus der Feder von Eva Almstädt.

Das Verhältnis der Kommissarin zu ihren Kollegen hat sich entwickelt. Das war abzusehen und wird konsequent weiter umgesetzt. Offenbar hatte ich daran gezweifelt. Dafür, dass ich Unrecht hatte, gibt’s Pluspunkte von mir. Ich habe meine Zeit auch diesmal wieder sehr gern mit Pia und ihren Kollegen verbracht.

Allerdings finde ich den zweiten Fall irgendwie… Äh… Seltsam. Achtung, Spoiler-Alarm: Ein Haufen verwöhnter Menschen, denen Freitags langweilig ist, begeht Auftragsmorde. Ist doch klar: Freitags ist halt nichts los in diesem Lübeck. Was sonst soll man also sont machen?

Egal. Ich habe die Geschichte trotzdem verschlungen und freue mich schon auf die nächste. Darum will ich auch gar nicht mehr Zeit mit dem Schreiben verbringen. Lieber gleich weiterlesen. Mein Fazit: Lesenswert.

Kalter Grund

Nachdem ich vorerst fertig bin mit Pia Kirchhoff habe ich mir eine neue Pia gesucht: Pia Korittki. Auswahlkriterium für die neue Ermittlerin war unter anderem die Tatsache, dass die Dame inzwischen schon zehn Fälle gelöst (oder zumindest bearbeitet) hat. Wenn ich mich schon an jemanden gewöhne will ich auch ne Weile was von der Person haben. Eva Almstädts Reihe schien mir da geeignet zu sein.

Nach kurzer Zeit hatte ich allerdings den Eindruck, dass ich gar nicht so viel Zeit mit Pia Korittki würde verbringen wollen. Sie kam mir naiv vor und war irgendwie unsympathisch. Das Setting gefiel mir auch nicht: Pia ist neu in einem Team von Kollegen, die ihr die ganze Zeit das Leben schwer machen, weil sie Pia nicht leiden können und ihr nichts zutrauen. Außerdem ist sie die einzige Frau – schon deshalb wird sie nicht ernst genommen. Das fand ich sehr anstrengend. Die Krönung des Ganzen bildete dann die Tatsache, dass Pia mit einem der größten Ekel aus dem Kollegenkreis (für mich) völlig unerwartet im Bett landet.

Der Fall war jetzt auch nicht sonderlich aufregend: Drei Tote auf einem Bauernhof. Ein ganzes Dorf wird in Angst und Schrecken versetzt. Für die Ermittlungen müssen Pia und jener ekelhafte Kollege, der sie später verführen soll, in ein Hotel in dem holsteinischen Dorf ziehen. Im Laufe dieser Ermittlungen verschwindet ein Mädchen – und plötzlich fand ich doch alles ganz schön spannend. Ich habe mich festgelesen und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Und auch Pia fand ich gar nicht mehr so blöde.

Das Setting – Pia wird von ihren Kollegen nicht ernst genommen – ist entgegen meiner Befürchtung nicht starr, sondern entwickelt sich. Sehr entspannend. Ich habe mir schon vorgestellt, wie diese Grabenkämpfe über zehn Folgen lang ausgedehnt werden und in unglaubwürdige Dimensionen abdriften. Am Ende fand ich, dass Pia eine bodenständige Frau ist. Grundsätzlich selbstbewusst, lässt sich aber doch immer wieder verunsichern. Ihre inneren Kämpfe sind realistisch, ich konnte vieles gut nachempfinden.

Der Fall schließlich bleibt bis zum Ende unvorhersehbar. Die Auflösung wiederum nachvollziehbar. Insgesamt lautet mein Urteil: Absolut lesenswert. Ich freue mich schon darauf, mehr Zeit mit Frau Korittki zu verbringen.