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An der Mordseeküste

Das ist er, der dritte Fall für Loretta Luchs. Die Dame aus der Feder von Lotte Minck habe ich im Frühjahr diesen Jahres kennengelernt und gleich sympathisch gefunden. Da hat sie (beinahe) Radieschen von unten betrachtet und an der Kochshow „Gib mir den Löffel“ teilgenommen.  In ihrem dritten Fall landet sie mit all ihren Freunden an der Nordsee… – pardon: an der Mordseeküste. Ich hatte ein bisschen Anlaufschwierigkeiten bei diesem Fall. Das mag daran liegen, dass Frau Minck beim Schreiben ein paar Anlaufschwierigkeiten gehabt zu haben schien. Sie musste sich offenbar erst einmal warmschreiben.

Mir war von Anfang an klar, dass hier ganz leichte / seichte Kost auf mich wartet. Die ellenlange Bauanleitung für die perfekte Strandburg war trotzdem zu viel für mich. Klar: Die Burg spielt im weiteren Verlauf der Geschichte eine wichtige Rolle. Schließlich wird die Leiche von Mühling in ihr gefunden. Für meinen Geschmack gab es trotzdem zu viel Aufmerksamkeit für das Anhäufen von Sand und Muscheln.

Hinzu kommt, dass der Lektor an einigen Stellen nicht aufgepasst hat. Vielleicht bin ich da überkritisch. Aber wenn für die Strandgäste explizit ein gelber und zwei weiße Strandkörbe bereitstehen (Infos, die ich sowieso nicht brauche), wieso finden Loretta & Co. dann drei Seiten weiter endlich ihren blauen und die beiden weißen Strandkörbe? So was nervt mich wirklich.

Ansonsten war „An der Mordseeküste“ mal wieder schön leichte Kost für zwischendurch. Ich fand Loretta und ihre Freunde wie immer sympathisch und hab gern meine Zeit mit ihnen verbracht. Den armen Frank hab ich sehr bedauert: Der landet nämlich als Mordverdächtiger im Knast. Um so mehr hängt sich Loretta rein, den wahren Mörder von Ekel Mühling zu finden. Für Frank würde sie – genau wie ihre Freunde – alles tun.

Mein Fazit: Wenn es im nächsten Jahr den nächsten Fall für Loretta Luchs geben sollte, werde ich auch den lesen. Ganz leichte und charmant anspruchslose Kost für zwischendurch. Ganz nett für wenn man auf die Straßenbahn wartet. Kann man lesen.

Einer gibt den Löffel ab

Wie schon bei „Radieschen von unten“ angekündigt habe ich den zweiten Fall von Loretta Luchs gelesen. Das ging sehr schnell, denn auch „Einer gibt den Löffel ab“ fand ich sehr kurzweilig (dieses Wort gehört eigentlich nicht in meinen aktiven Wortschatz – mir fällt aber kein schlaueres ein). Loretta nimmt an einer Fernsehkochshow teil, die stark an Das perfekte Dinner erinnert. Da ich zufällig jemanden kenne, der hinter den Kulissen der Sendung gearbeitet hat und ich mir das selbst regelmäßig anschaue (Asche auf mein Haupt…) fand ich vor allem die Beschreibung des ganzen Drumherums sehr witzig.

Loretta kocht da also mit. Von Anfang an steht bei ihr der Spaß im Vordergrund: Sie will gar nicht gewinnen, sondern einfach eine lustige Woche verbringen. Wie es der Zufall will, ist ihr neu gewonnener Schrebergarten-Freund Frank einer der Teilnehmer. Die anderen Mitstreiter sind auch durchweg komische Vögel. Spaß ist also vorprogrammiert – bis an einem Abend plötzlich eine Leiche im Schnee liegt. Völlig ungeplant steckt Loretta ein weiteres Mal mittendrin in einem Mordfall.

Ich hab auch den zweiten Fall sehr gerne und sehr schnell gelesen. Leichte Kost, die auf jeden Fall Spaß macht. Schade, dass es noch keinen dritten Band gibt. Ich hoffe, der kommt bald, liebe Lotte Minck! Fazit: Lesenswert.

Radieschen von unten

Nach den Abenteuern von Maggie Abendroth war ich Loretta Luchs gegenüber sehr positiv eingestellt. Was soll ich sagen? Lotte Minck hat mich nicht enttäuscht. Die Protagonisten in „Radieschen von unten“ erinnern schwer an die Personen, die auch Maggie Abendroth um sich schart. Das hat mir aber nichts ausgemacht, da ich die Typen eh alle gut leiden konnte. Da ist Loretta selbst, die an einer Sex-Hotline arbeitet. Mit ihrem derzeitigen Freund Tom liegt sie im Clinch. Zum Glück hat sie ihre beste Freundin Diana, die sie in ihrem Schrebergarten wohnen lässt. In der Schrebergartenkolonie trifft Loretta auf den Muskelprotz Frank, der einfach die Klappe nicht halten kann und ein bisschen dümmlich rüberkommt, der aber – das wird schnell klar – nicht zu unterschätzen ist. Ihre Kollegin Doris, die immer für einen reichlich gedeckten Tisch sorgt, und mit einem pensionierten Kommissar zusammen ist, der wiederum der Patenonkel der ermittelnden Kommissarin ist…

Zum Fall selbst: Loretta zieht wie erwähnt für eine Woche in das Schrebergartenhäuschen ihrer besten Freundin Diana, um ihrem Noch-Freund Tom mal vorzuführen, wie das Leben so ohne sie ist. Sie schließt schnell Freundschaften mit den anderen Bewohnern der Kolonie. In der Nachbarparzelle steckt plötzlich Uwe kopfüber in der Regentonne. Und ist mausetot. Was zunächst wie ein Unfall aussieht entpuppt sich als Startschuss für eine Mordserie. Und bevor Loretta sich versieht steckt sie schon mittendrin in einem Kriminalfall, den sie mit Hilfe des pensionierten Kommissars und ihren neu gewonnenen Freunden / Schrebergartennachbarn zu lösen versucht.

Ich habe das Buch als netten Zeitvertreib gelesen, und diesem Anspruch hat es völlig entsprochen. Es war überhaupt nicht langweilig sondern höchst amüsant. Fazit: lesenswert. Die zweite Folge „Einer gibt den Löffel ab“ habe ich mir schon auf den Kindle geladen.