Manchmal muss es eben Mord sein

OH. MEIN. GOTT. Ich habe selten so einen Schrott gelesen. Natürlich hab ich keinen Putlitzer Preis-verdächtigen Schreibstil erwartet und auch keine Story, wie Hjorth & Rosenfeldt sie zaubern. Aber mit so einem Mist hab ich nun auch wieder nicht gerechnet. Das Frauenbild, das Frida Mey (hinter dem Pseudonym verbirgt sich ein Autorinnenduo) in Form der Kommissarin Alex zeichnet, ist unerträglich. Tough soll sie sein… Eine Frau, die einen Männernamen trägt und auf dem Schießstand brilliert – sich ansonsten aber von allem und jedem herumkommandieren lässt und die Zähne nicht auseinander kriegt? Die kann ich einfach nicht ernst nehmen.

Der alberne Fall kann davon auch nicht ablenken. Die Idee von Elfie Ruhland, die als Office-Managerin auf ihre eigene Art und Weise aufräumt, ist vielleicht ganz nett, aber völlig uninspiriert umgesetzt. Ich habe „Manchmal muss es eben Mord sein“ bis zum bitteren Ende gelesen, weil ich nicht einschlafen konnte und auf die Schnelle nichts besseres gefunden habe. Um den zweiten Band werde ich einen großen Bogen machen. Mein Fazit: Prima Schrottwichtel-Geschenk.